Der Begriff Tumor - von lat.: tumor, -oris, neutr. ("Geschwulst", "Schwellung") - steht in der Medizin für eine umschriebene Zunahme des Gewebsvolumens jedweder Ursache. Synonyme in einer zweiten, engeren Bedeutung sind die Begriffe Neoplasie und Gewächs. Dementsprechend gibt es auch in der Medizin zwei Definitionen des Begriffs Tumor:
* im weiteren Sinn jeglicher erhöhter Platzbedarf (Raumforderung) eines Gewebes (Intumeszenz), z. B. auch eine Schwellung bei einer Entzündung oder Zyste (siehe hierzu auch Pseudotumor) - es ist also ein recht unscharfer Begriff.
* im engeren Sinn Neubildungen von Körpergeweben (Neoplasien), die durch Fehlregulationen des Zellwachstums entstehen - womit bezüglich der Dignität (der Gut- oder Bösartigkeit) der Neubildung noch nichts ausgesagt wird.
Neoplasien können jegliche Art von Gewebe betreffen, sie können benigne (gutartig) oder maligne (bösartig) sein. Je nach Ort (Lokalisation) des Tumors und der Funktion des durch ihn geschädigten Gewebes kann es zu einer Fehlfunktion von Organen mit Beeinträchtigung des Gesamtorganismus bis zum Tod kommen. Bösartige Tumoren sind die Ursache der Krankheit Krebs.
Tumore treten bei allen höheren Lebewesen (auch bei Pflanzen) auf. In diesem Artikel wird aber ausschließlich auf die humanmedizinische Bedeutung eingegangen.
