Über ME (Myalgische Enzephalomyelitis) wurde zuerst im Jahr 1956 in England publiziert. ME wurde 1959 von ED Acheson definiert nachdem es vierzehn dokumentierte Ausbrüche der Erkrankung in verschiedenen Ländern gegeben hatte.
Das CFS wurde 1988 im Auftrag der Centers for Disease Control and Prevention (CDC) in den USA von einer Expertengruppe als eigenständige Krankheit definiert. Dabei stützte man sich auf die so genannten Holmes-Kriterien.
1994 wurden die Fukuda-Kriterien entwickelt, auf denen die bisher meisten Studien zum CFS basieren. Obwohl die Fukuda-Kriterien zunächst nur für Forschungszwecke entwickelt wurden bilden sie daneben bis heute meist auch die Grundlage für die Diagnose der Erkrankung.
2003 wurde in Kanada die erste klinische Definition für CFS entwickelt.
Daneben gibt es in der Literatur zwei weitere Definitionen zu CFS: die Oxford-Kriterien (Sharpe et al, 1991) und die australischen Kriterien (Lloyd et al, 1990). Beide sind allerdings so weit gefasst, dass es damit nicht möglich ist eine homogene Gruppe von Patienten zu erfassen. Sie werden daher in der Forschung praktisch nicht verwendet.
Auszug Enzyklopädie
