Der Pemphigus zählt zu den seltenen blasenbildenden Hautkrankheiten. In der obersten Hautschicht treten dabei ohne erkennbaren Anlaß schlaffe Blasen auf - oft beginnt die Blasenbildung im Mund. Die Blasen platzen bald, aus ihnen fließt eine klare Flüssigkeit, danach verkrusten die befallenen Hautstellen. Meistens sind nur einzelne Hautpartien befallen, in schwerden Fällen können sich die Blasen über die gesamte Körperoberfläche ausbreiten.Im allgemeinen erkranken ältere Menschen - Männer häufiger als Frauen - an Pemphigus.
Normalerweise sind Antikörper, die der Organismus produziert, gegen Krankheitserreger gerichtet. Sie stellen einen wichtien Bestandteil des menschlichen Immunsystems dar. Beim Pemphigus produziert der Körper des Betroffenen jedoch Antikörper, die die eigene Haut angreifen. Daher rechnet man den Pemphigus zu der großen Gruppe der Autoimmunkrankheiten. Es gibt keine Möglichkeit, die Pemphigus-Antikörper aus dem Körper zu entfernen. Um die Krankheit zu behandeln, muß deshalb das gesamte Immunsystem unterdrückt werden. Bei einer ausgedehnten Krankheit kommen die Patienten ins Krankenhaus, weil Pemphigus bei unzureichender Behandlung auch tödlich enden kann. Man kann Pemphigus nicht vorbeugen und auch nicht selbst behandeln.#
