# Als lokal wirksames Therapeutikum stehen Cromone wie Dinatriumglicinsäure zur Verfügung, welche jedoch schwächer sind als Antihistaminika und Glukokortikoide (Cortison). Das Medikament stabilisiert die Mastzellen, jedoch ist der Wirkeintritt verzögert, so dass Cromone bei einer Pollenallergie schon eine Woche vor dem ersten Pollenflug angewendet werden müssen.
# Antihistaminika können topisch (lokal) als Nasenspray appliziert werden wie etwa Levocabastin oder systemisch wie Levocetirizin, Desloratadin oder Fexofenadin. Moderne Antihistaminika wirken nicht wie Antihistaminika der ersten Generation sedierend, so dass sie vor allem auch bei Kindern den älteren Substanzen vorzuziehen sind. Die Antihistaminika blockieren die peripheren H1-Rezeptoren und damit unterdrücken sie die Wirkung eines der wichtigsten Mediators der allergischen Rhinitis nämlich des Histamins.
# Topische Glukokortikoide (Cortison) wie Flunisolid, Budesonid, Mometason und Fluticason stellen die wohl effektivste Arznei zur Behandlung der allergische Rhinitis dar. Sie unterdrücken alle nasalen Symptome vor allem auch die Obstruktion, die durch die Antihistaminika kaum beeinflusst wird. Jedoch wird die Konjunktivitis nicht beeinflusst, weswegen die gleichzeitige Gabe eines topischen Kortikoids und eines Antihistaminikums sinnvoll sein kann. Die topischen Glucokortikoide sind nebenwirkungsarm, sicher und unterdrücken die Nebennierenrinde nicht, weswegen nicht die Nebenwirkungen von (systemisch wirkenden) Cortison zu befürchten sind. Die Behandlung kann auch regelmäßig erfolgen, wobei Kinder Kortikoide mit geringer systemischer Bioverfügbarkeit wie Fluticason oder Mometason erhalten sollten. Systemische Kortikoide können am Anfang einer Behandlung sinnvoll sein, sollten aber nur zeitlich begrenzt gegeben werden, da sonst die bekannten Nebenwirkung wie Diabetes mellitus, Mondgesicht etc. auftreten können.
# Nasale Sympathomimetika (Nasenspray/-tropfen zum Abschwellen der Nasenschleimhaut) beheben die Obstruktion, lassen aber die anderen Symptome unberührt. Jedoch sollten sie nur kurz angewendet werden, weil sie ihrerseits zur Rhinitis (Rhinitis medicamentosa) führen können.
Quelle: Enzyklopädie
