Alternativen zur Hyposensibilisierung

Desensibilisierung, Hyposensibilisierung, Heuschunpfenakupunktur, Pollenallergie, geschwollene Augen, Schnupfen, Juckreiz, Atemnot, allergisches Asthma, etc.

Moderator: Ilse-Maria

Alternativen zur Hyposensibilisierung

Postby Gast » 18.03.2007, 12:25

Um eine Allergie positiv zu beeinflussen gibt es eine Unzahl an Möglichkeit aus der Naturheilkunde bzw. der alternativen Heilkunde. Über Ausleitungsverfahren, Vitamin und Mineralstoffsubstitution, Akupunktur, Phytotherapie, Homöopathie, Schüssler-Salze, Einbluttherapie, u.s.w.
Dies ist also als die alternative unter den alternativen Möglichkeiten zu betrachen.

Bei einer "Therapieresistenz" im Bezug auf die Hyposensibilisierung und andere alternative Behandlungen bleibt die noch die schuldmedizinische Alternative:

Falls die Durchführung einer Hyposensibilisierung nicht möglich ist (z.B. wegen individuell vorliegendem, nicht zu tolerierendem erhöhtem Risiko eines allergischen Schocks), verbleiben im Wesentlichen folgende Möglichkeiten:

* Symptomdämpfende Behandlung mit Antihistaminika, die in Zeiten starker Allergenbelastung vom Patienten dauerhaft eingenommen werden können.
* Die Behandlung mit Cortison (Glucokortikosteroiden) stellt die effektivste Pharmakotherapie dar, die derzeit verfügbar ist. Die nasale Obstruktion (vor allem bei der Hausstaubmilbenallergie) ist in der Thearapie mit Kortikoiden besser beeinflußbar als mit Antihistaminika. Zuerst sind die topischen Kortikoide (Cortison) zu nennen; sie wirken nur auf die Nasen- bzw. Bronchialschleimhaut. Systemische Effekte der topischen Kortikoide, d.h. den ganzen Körper betreffende Effekte, sind extrem selten. Ältere topische Kortikoide wie Budesonid und Flunisolid weisen bereits eine hohe Sicherheit auf, wobei auf die ganz alten topischen Kortikoide vor allem bei Kindern verzichtet werden sollte, wie zb. Beclometason. Neue topische Kortikoide wie Fluticason und Mometason weisen eine höhere Wirksamkeit bei gleizeitiger geringerer Bioverfügbarkeit (ganzer Körper vor allem Nebennierenrinde betreffend) auf.
* Systemisch wirkende Glucokortikoide (Cortison) sind manchmal zu Beginn einer Therapie sinnvoll, wobei die orale Gabe wegen der besseren Dosiskontrolle der Depotspritze Cortison in den Muskel (intramuskulär) vorzuziehen ist. Des Weiteren bietet die intramuskuläre Spritze das Risiko des Muskelschwunds (Athropie). Vor allem bei längerer Behandlung weisen sie ein deutliches Nebenwirkungsprofil auf! Deswegen ist eine Behandlung mit einem systemischen Glucokortikoid begrenzt und besonders genau zu beobachten, während die topische nasale wie auch bronchiale Behandlung mit Kortikoiden nebenwirkungsarm und sicher ist.
* Zur intramuskulären Injektion von Cortison (Glucokortikoiden):

Vorteile dieser Behandlung: Der Patient hat weniger oder keine Beschwerden während der stärksten Belastung bei einer Allergie, die nur in bestimmten Zeiträumen auftritt (z.B. Pollenallergie). Manchmal sind keine weiteren Medikamente notwendig, da es eine Depotfunktion besitzt und vom Körper langsam aufgenommen wird. Eine Injektion zu Beginn der Allergiebelastung kann ausreichen. Allerdings gibt es auch Nachteile von Cortison. Durch die Injektion des Medikamentes werden viele Körperfunktionen beeinträchtigt. Beispielsweise Wasseransammlungen im Körper oder das sogenannte „Mondgesicht“ zählen zu den Nebenwirkungen.

* Sicherlich nur selten möglich ist der Umzug in eine Region, die eine andere Flora und damit ein anderes Pollenspektrum oder gar ein ganz anderes Klima aufweist. (Wohnort über 1200 m, südliche, trockene Gegenden)
* Falls man das Allergen überhaupt meiden kann: Veränderung der Lebensumstände mit dem Ziel, dem Allergen nach Möglichkeit auszuweichen. Eine solche Veränderung kann z.B. in einem Berufswechsel bestehen (z.B. im Falle von Bäckern mit Mehlstauballergie)
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