Vor allem die klassische Schrothkur wird von Medizinern und Ernährungswissenschaftlern strikt abgelehnt und eine gesundheitsschädlich eingestuft. Die Stiftung Warentest hat die Kur als Diät zur Gewichtsreduktion als "wenig geeignet" bewertet.
Wesentliche Kritikpunkte sind:
* Die klassische Schrothkur ist eine Mangeldiät und kann auf Grund des weitgehenden Verzichts auf Proteine zu Muskelschwund und Leistungsabfall führen, außerdem zu Vitaminmangel.
* Die Flüssigkeitszufuhr an den Trockentagen ist zu gering und potenziell gesundheitsschädlich.
* Alkohol ist als Bestandteil einer Kur abzulehnen, da er den Kreislauf belastet.
* Die Entwässerungswirkung ist zu stark.
Der Deutsche Wellnessverband urteilt über die klassische Schrothkur: "Der fast ausschließliche Verzehr von trockenen Brötchen, gelegentlich ergänzt durch Getreidebrei und Gemüse, sowie die drastische Flüssigkeitseinschränkung sind eine enorme Stoffwechselbelastung. Von einer mehrwöchigen Durchführung muss abgeraten werden, da mit Mangelerscheinungen an Eiweiß, Vitaminen und Mineralstoffen zu rechnen ist, zumal die Einnahme von Vitamin- und Mineralstoffpräparaten unterbleiben soll. Die geringe Flüssigkeitszufuhr widerspricht den heutigen Kenntnissen der Ernährungswissenschaften und ist nicht zu verantworten (...) Die Empfehlung, an 'Trinktagen' Wein zu trinken, ist völlig unakzeptabel, zumal Alkohol eine harntreibende Wirkung hat."
