In Deutschland wurden 1995 rund 12% aller Todesfälle und 40% aller Krebserkrankungen auf das bzw. Spätfolgen des Rauchens zurückgeführt - somit starben durch das Rauchen jährlich über 100.000 Deutsche, während z.B. durch Unfälle im Straßenverkehr nur ca. 8000 Personen starben. Lungenkrebs forderte 1990 33000 Todesopfer - 88% davon waren Aktivraucher. Noch dramatischer die Situation im Jahr 2003 in Deutschland: Drogentote durch illegale Drogen 1 477, 40.000 Todesfälle als Folge von Alkoholmissbrauch und 110.000 als Folge des Tabakrauchens , siehe auch unter Todesursache). In Deutschland starben im Jahr 2003 40.865 Menschen infolge von Erkrankungen, die auf den Konsum von Tabak zurückgeführt werden konnten.
Die durchschnittliche Lebenserwartung von Rauchern ist im Vergleich zu Nichtrauchern um etwa sechs bis zehn Jahre niedriger. Dabei sind die betreffenden statistischen Auswertungen aufgrund der multiplen einwirkenden Risikofaktoren für die Lebenserwartung in ihrer jeweiligen Aussagekraft fraglich. So spielt z.B. statistisch auch eine wesentliche Rolle, dass Raucher aufgrund ihrer Persönlichkeitsstruktur unabhängig vom Tabakkonsum ein allgemein höheres Lebensrisiko haben, beispielsweise durch schnelleres Fahren, bei rot über die Ampel gehen, höheren Alkoholkonsum, sorgloseren Umgang mit Sonnenbränden und allgemein höhere Risikobereitschaft. Andererseits können Kritiker nicht ausschließen, dass all diese Faktoren in den genannten Ergebnissen bereits eingerechnet sind.
Zu solchen Erkenntnissen gelangt man mit Hilfe von ausgefeilten statistischen Methoden, zum Beispiel mit sogenannten Statistischen Zwillingen. Statistische Zwillinge sind Personen, die aus einer großen Zahl von Probanden ausgewählt worden sind, weil 25 Faktoren, die gesundheitliche Bedeutung haben, bei ihnen übereinstimmen. Dazu gehörten Alter, Geschlecht, Familienstand, Größe und Gewicht, Vorerkrankungen, erbliche Disposition für Krebs, aber auch Erziehung und Religion, Stadtwohnung oder Landwohnung, schließlich selbst Abstammung und Nationalität. In dem zu prüfenden Faktor aber stimmten sie nicht überein: die einen rauchten, die anderen nicht. Hammond hat 36.975 derartige statistische Zwillingspaare im Alter zwischen 40 und 80 Jahren über einige Jahre untersucht. Am Ende der Beobachtungszeit waren 1.385 Raucher, aber nur 662 Nichtraucher gestorben, das ist ein Verhältnis von mehr als 2 zu 1. Von den Nichtrauchern starben zwölf an Lungenkrebs, von den Rauchern hingegen 110.
Was dagegen die absolute Häufigkeit als Todesursache angeht, stehen Herz-Kreislauf-Erkrankungen noch vor den Krebserkrankungen. Die durchschnittliche Lebenserwartung von Rauchern ist im Vergleich zu Nichtrauchern um etwa zehn Jahre geringer. Allein in Deutschland sterben jedes Jahr über 110.000 Menschen an den Folgen des Rauchens jeden Tag über 300. Studien, die Hinweise auf einen möglichen Schutz vor Alzheimer und anderen Demenzerkrankungen durch das Rauchen ergeben hatten, gelten mittlerweile als widerlegt.
