Das Lyell-Syndrom gehört zu den blasenbildenden Erkrankungen und wird auch als "Syndrom der verbrühten Haut" bezeichnet. Die Symptome sind Brennen der Haut, Hitzegefühl, Fieber, Hautausschlag, Blasenbildung und ausgedehnte Ablösung der Haut. Man unterscheidet zwischen toxischem Lyell-Syndrom, welches durch Medikamente verursacht wird, und staphylogenem Lyell-Syndrom, das durch Bakterien hervorgerufen wird. Die erste Form tritt praktisch nur bei Erwachsenen, die zweite fast nur bei Kleinkindern auf.
Das Lyell-Syndrom entwickelt sich häufig im Anschluß an einen Infekt im Nasen-Rachen-Raum oder anderen unklaren Beschwerden, gegen die Medikamente eingesetzt werden. Offenbar kann jedes Medikament das toxische Lyell-Syndrom auslösen - es wurde noch kein Zusammenhang mit bestimmten Substanzen festgestellt.
Bei der Behandlung ist es wichtig, möglichst schnell zu klären, um welchen Syndrom-Typ es sich handelt, um die richtige Behandlung einzuleiten. Da die Ursache des Lyell-Syndroms nicht genau bekannt ist, kann man sich nicht vorbeugend schützen. Sobald sich die ersten Symptome - Hautausschlag und Blasenbildung - zeigen, sollte man schnellstens zum Arzt gehen.
