Das seborrhoische Ekzem gehört zum Formenkreis der Seborrhoe, also des Talgflusses der Haut. Besonders häufg werden dabei Körperstellen betroffen, in denen ohnehin viel Talg produziert wird, z.B. Mund-Nasen-Falte, Achselhöhle, Nacken und der Bereich der mittleren Brust- und Rückenpartie. Typisch bei einem seborrhoischen Ekzem sind genau begrenzte, stark gerötete Herde, die sehr unterschiedliche Formen haben können. Tauchen sie an behaarter Haut auf, bilden die Haarwurzeln meist die Herde der mehr oder weniger ausgedehnten Krankheit. Oft entsteht in diesem Regionen jedoch ein schuppenbildendes Ekzem, das den Erscheinungen der Schuppenflechte sehr ähnlich ist. Bei der Rosea-Form bilden sich dagegen mehrere runde rotbraun gefärbte Herde, die mit kleinen silbrigen Schuppen bedeckt sind; diese Form bekommt man im Regelfall nur einmal.
Es ist bisher unbekannt, aus welchen Gründen es zu einem seborrhoischen Ekzem kommt, wahrscheinlich spielen neben einer erheblichen Neigung auch andere Hautkrankheiten eine Rolle, z.B. Akne oder eine Hautentzündung sowie bei einer bestehenden Seborrhoe auch Bakterien.
