Charakteristisch für eine Trigeminusneuralgie ist der spontane oder getriggerte, blitzartige einschießende Schmerz im Bereich eines oder mehrerer Trigeminusäste (meist 2. und 3., selten der 1. Ast). Der Schmerz hält meist nur für wenige Sekunden an, selten bis zu zwei Minuten. Auf die Schmerzattacke folgen vegetative Erscheinungen im Versorgungsgebiet des entsprechenden Trigeminusastes: Rötung, Sekretion der Tränen-, Nasen- und/oder Speicheldrüsen. Die Attacken treten mehrmals pro Tag über Wochen und Monate auf; es können zu Beginn aber auch wochen- bis monatelange schmerzfreie Intervalle vorliegen.
Als Auslöser können wirken: Kauen, Sprechen, Schlucken, Zähneputzen, Berührung im Gesicht, kalter Luftzug, Bewegungen der Gesichtsmuskulatur.
Bei der idiopatischen Trigeminusneuralgie besteht zwischen den einzelnen Schmerzattacken Schmerzfreiheit, wohingegen bei der symptomatischen Trigeminusneuralgie auch zwischen den Attacken Missempfindungen oder ein dumpfes Schmerzgefühl bestehen bleibt. Ebenfalls kommt es bei der symptomatischen Trigeminusneuralgie häufiger zur Beteiligung des 1. Trigeminusastes und einem beidseitigen Auftreten. Diese Patienten haben jedoch häufig eine Gefühlsstörung im Versorgungsgebiet des betroffenen Trigeminusastes.
Ein großes Problem besteht darin, dass jahrelang Geplagte ein Vermeidensverhalten entwickeln und beispielsweise nicht mehr ins Freie gehen (wenn kalte Luft als Auslöser wirkt), sich im betroffenen Gesichtsbereich nicht mehr waschen oder rasieren, wenn (schon leichte) Berührung als Auslöser wirkt. Begleitet wird die Trigeminusneuralgie häufig von einer depressive Verstimmung als Folge der massiven Schmerzen. Die Suizidrate ist bei Betroffenen signifikant erhöht.
Auszug: Wiki
Wir behandeln in unserer Praxis die Trigeminusneuralgie mit verschiedenen Methoden.
