Mein Partner frisst sich zu tode. Übergewicht hoch 10

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Mein Partner frisst sich zu tode. Übergewicht hoch 10

Postby Paranormal » 31.12.2006, 10:40

Ich weiß gar nicht, wo ich anfangen soll. Also mein Partner und ich führen eine Fernbeziehung, da er zur Zeit beruflich in den USA ist. Wir sehen uns deshalb nur alle paar Monate. Wenn wir uns dann sehen, fällt mir immer mehr auf, daß er in den Zeiten, in denen wir uns nicht sehen, immer mehr zunimmt. Er war schon deutlich übergewichtig, als wir uns kennenlernten, was mich da nicht wirklich störte, aber so langsam wird er immer moppeliger. Er ist ca. 1,80 m groß und wiegt um die 135 bis 140 kg.

Jedesmal, wenn ich das Thema Abnehmen anschneide, weicht er aus. Klar, ich kann verstehen, daß ihm das unangenehm ist, aber er tut auch nichts dagegen. Ich weiß nicht, ob er wirklich nicht merkt, wie sein Übergewicht ihn/uns einschränkt oder ob er es einfach nicht zugeben will. Die Einschränkungen fangen damit an, daß er mit 41 Jahren bereits seit Jahren Bluthochdruck hat und dagegen Medikamente nimmt. Der Weg vom Bahnhof ins Büro wird für ihn zur Tortur, weil er so lange Strecken (1 km vll.) nicht laufen kann, ohne außer Atem zu kommen. Was dann natürlich auch eintritt, wenn wir mal (was selten vorkommt) spazieren gehen. Kommt er zu mir (ich wohne im ersten Stock), ist er außer Atem, wenn er bei mir vor der Tür steht. Nachts schnarcht er ohne Ende, was die Schlafqualität sehr beeinträchtigt, so daß er tagsüber oft müde ist und ein "Mittagsschläfchen" machen muß. Vom Sex will ich gar nicht reden. Es gibt ganze 2 Stellungen, die wir aufgrund seiner Körperfülle machen können und kommen tue ich dabei nicht, da mir die äußere Stimulation fehlt (er bzw. ich komme nicht "ran", weil sein Bauch im Weg ist).

Vor einiger Zeit ist mein Bett (der Lattenrost) zusammengekracht, weil er zu schwer ist. Im Baumarkt haben wir dann ein Brett besorgt, um das ganze zu stabilisieren. Der Verkäufer fragte, wozu das Brett sein sollte (wegen der Qualität bzw. Flexibilität). Da sagte er dann, der Lattenrost sei billig und würde nachgeben. Der Lattenrost war nicht billig und hat gewiß nicht einfach so nachgegeben.

Gestern abend hatten wir wieder so eine Diskussion. Da meinte er dann, ich solle die klugen Sprüche lassen, die würden seine Eltern ihm auch immer reindrücken. Dabei wären weder seine Eltern noch ich Ernährungsexperten. Ja sorry, aber ich muß kein Ernährungsexperte sein, um zu wissen, daß 2 volle warme Mahlzeiten am Tag zuviel sind bzw. Chili und Spareribbs nicht gerade kalorienarm sind. Er soll ja keine Nulldiät machen, aber vielleicht mal von allem ein bisschen weniger essen. Ist das denn so schwer, ihm das zu vermitteln? Wenn wir zusammen sind, versuche ich immer schon, kalorienarm zu kochen. Er ißt auch gut und findet es lecker. Nach 3 Stunden ist er aber schon wieder am Kühlschrank und muß was essen.

Habt Ihr einen Rat, wie ich ihm und letztlich auch mir helfen kann? Langsam wird mir nämlich sein Gewicht auch zuviel.
Paranormal
 
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Fettleibichkeit, Selbstbetrug und Realtitätsverlust

Postby Gast » 03.01.2007, 20:18

Hallo,
einen harten Brocken hast Du Dir da an Land gezogen. Selbstzerstörung kann auf den unmöglichsten Ebenen ablaufen. Das Übergewicht, dass Du hier beschreibst ist lebensbedrohlich. Nicht in dem Sinne, dass es tendenziell Krankheiten hervorruft, sondern konkret, weil es früher oder später zu massiven Komplikationen mit extemen Auswirkungen auf die Gesundheit führen wird. Die Liste der Folgeerkrankungen bei einer derartigen Dickleibigkeit ist endlos und ich will das hier nicht aufzählen.
Dennoch möcht ich unterstreichen, dass es hier nicht um ein kleines Problemchen geht.
Einsicht ist alles. Wenn Dein Partner den Tatsachen nicht ins Auge sieht, dann wird er mit den Konsequenzen leben müssen. Das ist das typische bla bla. Manche Menschen kann man nicht vor sicht selbst schützen, und das müssen besonders die Partner dieser Menschen leidvoll ertragen.
Aufklärung ist alles. Ein Krankenhausbesuch bei Menschen, die gerade einen Herzinfarkt oder einen Schlaganfall hatten kann Wunder wirken.
Wenn´s nicht anders geht, rate ich zum Magenschrittmacher bzw. zur operativen Magenverkleinerung.
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