Bluttoxische Substanzen (Hämoglobinblocker)
Hierzu zählt in erster Linie das Kohlenstoffmonooxid (Formel: CO), ein farb- und geruchloses Giftgas, das eine ähnliche Giftigkeit (Toxizität) wie Blausäuregas und Schwefelwasserstoffgas entwickelt. Es entsteht bei der unvollständigen Verbrennung des Tabaks in Spuren und bindet sich beim Inhalieren chemisch irreversibel an den roten Blutfarbstoff Hämoglobin - ebenso wie auch die Giftgase Schwefelwasserstoff (H2S) und Blausäure (Zyanwasserstoff, HCN).
Im Unterschied zu H2S und HCN ist das CO jedoch geruchlos; der Körper wird also bei der Inhalation größerer Mengen Kohlenmonoxid nicht vorgewarnt. Eine Kohlenmonoxid-Vergiftung durch bloßes Rauchen allein ist zwar nicht möglich, dennoch wird die Fähigkeit des Blutes, Luftsauerstoff aufzunehmen und im Körper weiterzutransportieren, beeinträchtigt. Folge: Dem Raucher geht eher die Puste aus, die Luft bleibt ihm eher weg als einem Nichtraucher - zumindest, bis sein Körper neue rote Blutkörperchen bzw. neues Hämoglobin aufgebaut hat - was einige Tage dauert.
