Therapieresistente Fußheberschwäche nach Bandscheiben OP L5

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Therapieresistente Fußheberschwäche nach Bandscheiben OP L5

Postby Heitz » 21.11.2006, 10:32

Nach einer Bandscheiben OP in Lws-Segment 4/5 leidet der Patient an einer Fußheberschwäche mit Parästhesie im Großzehen und Mittelfußbereich und häufig nächtliche Krämpfe in der Tibialismuskulatur.
Eine MRT Kontrolle ergab eine peridurale Vernarbung mit Verwachsungen.
Neuraltherapie und Akupunktur bringen nur kurzfristige Besserung.
Gibt es sonstige Therapien mit Erfolgsaussicht?
Heitz
 
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Hallo,

Postby Gast » 21.11.2006, 11:44

Ich nehme an, Sie stimmen mir zu, wenn ich davon ausgehe, dass wir es in diesem Fall mit einer Reizleitstörung zu tun haben. Interessant zu wissen wäre noch, wie lange die OP zurückliegt, da innerhalb eines Jahres ja noch eine Besserung zu erwarten wäre.
Neuraltherapie wäre mein erstes Mittel der Wahl gewesen.
Akupunktur ist sicherlich auch im Ansatz richtig.
Wenn also beides nun zu keinem dauerhaft besseren Ergebnis führt, würde ich in die Richtung der Elektrostimulation gehen, also mit Reizstrom eine Stimulation an allen muskulären Strukturen vom Zeh bis L5 erzeugen. Mit dieser Therapie hatte ich bereits mehrmals Erfolg.
Im weiteren würde ich den Versuch wagen, den Nerv zu reizen. Herauszufinden gilt es, ob eine Besserung durch heiße und kalte Güsse eintritt, weil diese eben auch ein Auf und Zu in den Gefäßen bewirken und so einen regeren Austausch der Nervenstränge anregen.
Als ebenfalls erfolgversprechende Lösung schlage ich die Zusammenarbeit mit einem Orthopäden vor, der spezialisiert ist auf Biorezeptoren. Das sind Einlagen mit enormer Wirkung auf das Reizleitsystem.
Dann würde ich noch B12 in die Gegend der Narbe spritzen, um einen rasanten Aufbau der Myelinscheiden kausal zu gewährleisten.
Wenn Massagen, dann würde ich mit Klopfmassagetechniken beginnen.

MfG
Christopher
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Hallo

Postby Heitz » 21.11.2006, 14:30

Danke für die ausführliche Antwort.
Die OP war im Dez 2003. Der Patient kam im Jan.2004 zu mir.
Heitz
 
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Gerne.

Postby Gast » 21.11.2006, 15:07

Lieber Herr Kollege,
diese Forum ist zum Austausch auch unter Therapeuten gedacht, deshalb bin ich hocherfreut, wenn hier fachliche Beiträge ebenfalls zu finden sind. Ich hoffe ich konnte Ihnen etwas weiterhelfen und würde mich freuen, wenn Sie dem Forum wieder einmal einen Besuch abstatten.

PS. Wenn die OP schon so lange zurück liegt würde ich die Möglichkeit der Reizstromtherapie in Erwägung ziehen.
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