Als Übergewicht wird ein zu hohes Körpergewicht in Relation zur Körpergröße bezeichnet. Im engeren Sinne ist damit nur die sogenannte Präadipositas gemeint, im Gegensatz zum schweren Übergewicht, der Fettleibigkeit oder Adipositas.
Nach der Definition der WHO ist Übergewicht ein Körpergewicht, das einem Körpermasseindex (Body-Mass-Index, BMI) von 25 und darüber entspricht. Es lässt sich weiter unterteilen in:
BMI
Präadipositas (Übergewicht im engeren Sinne) 25 - 29.9
Adipositas Grad I 30 - 34.9
Adipositas Grad II 35 - 39.9
Adipositas Grad III > 40
Entscheidend ist aber nicht das Gewicht an und für sich, sondern das Fettgewebe, also der Fettanteil. Die Relevanz des BMI als Indikator für normales Körpergewicht ist deshalb umstritten, der Körperfettanteil, das Taille-Hüft-Verhältnis (Waist-Hip-Ratio) und der Taillenumfang treten zunehmend in den Vordergrund.
Historisch wurde Übergewicht über den Broca-Index ermittelt. Dabei wurde anhand der Körpergröße ein Normal- bzw. Idealgewicht errechnet und anhand der Abweichung davon Über- bzw. Untergewicht diagnostiziert.
Die derzeit nach Ansicht von Ernährungsmedizinern aussagekräftigste Methode zur Feststellung des gesundheitlichen Risikos durch Übergewicht ist die Messung des Taillenumfangs. In wissenschaftlichen Studien konnte gezeigt werden, dass das Innere Bauchfett (= Fett im Bauchraum) im direkten Zusammenhang mit Herz-Kreislauf-Erkrankungen steht. Eine Messung des Taillenumfangs gilt als einfachste Möglichkeit, um die Menge des Fettes im Bauchraum zu bestimmen. Ein Taillenumfang über 88 cm bei Frauen bzw. über 102 cm bei Männern weist auf ein erhöhtes Risiko für Herz-Kreislauf-Erkrankungen hin.
Es gibt Akupunktur und andere naturheilkundliche Therapien zur effektiven Gewichtsreduktion.
