Zivilisationskrankheit - Was ist die koronare Herzkrankheit?

Viele Krankheiten können (ergänzend) alternativ bzw. naturheilkundlich behandelt werden.

Moderator: Ilse-Maria

Zivilisationskrankheit - Was ist die koronare Herzkrankheit?

Postby Gast » 12.01.2007, 17:00

Die Koronare Herzkrankheit (KHK) ist eine Erkrankung der Herzkranzgefäße. Man versteht darunter die Arteriosklerose (Ablagerungen und Einengung) der Herzkranzgefäße. Bei höhergradigen Einengungen resultiert ein Missverhältnis zwischen Sauerstoffbedarf und Sauerstoffangebot in der Herzmuskulatur. Die Koronare Herzkrankheit ist in den Industrieländern die häufigste Todesursache durch den so genannten Herzinfarkt, wobei bisher noch die Männer im Verhältnis 2-3:1 stärker betroffen sind.

Die Koronare Herzkrankheit hat verschiedene Ursachen. Durch alle diese Ursachen kommt es aber zu einer Koronarinsuffizienz mit einem Missverhältnis zwischen myokardialem Sauerstoffangebot und -bedarf.

Mögliche Ursachen sind:

1. Erkrankung der großen Herzkranzgefäße (bei 90 % der KHK). Hierbei kommt es auf dem Boden einer Arteriosklerose zu Ablagerungen in den Gefäßwänden (Plaques), die zu Verengungen führen. Gefürchtet ist das Aufbrechen dieses Plaques (instabiler Plaque) mit einer darauf folgenden Aktivierung der Blutgerinnung. Die so entstehenden Blutgerinnsel können das Gefäß verschließen und zum Herzinfarkt führen.
2. Erkrankung der kleinen Gefäße, die von den Herzkranzgefäßen abzweigen (10 %). Diese Art der KHK tritt oft auf bei zuckerkranken Patienten, bei lange unbehandeltem Bluthochdruck oder bei immunologisch bedingten Gefäßerkrankungen.
3. Koronarspasmen, die z. B. durch Kokain oder Mutterkornalkaloide hervorgerufen werden.
4. Kompressionen von außen infolge einer linksventrikulären Hypertrophie.
5. Zunahme der Blutviskösität z. B. bei Leukämie

Auch eine Hypoxämie kann als verstärkender oder auslösender Faktor eine Rolle spielen.

Risikofaktoren der Koronaren Herzkrankheit sind [Bearbeiten]

1. Unbeeinflussbare Risikofaktoren: Dazu zählt die familiäre Veranlagung, das Alter (je älter die Person, desto höheres Risiko) und das Geschlecht des Patienten (Bis 2003 hatten Männer statistisch ein höheres Risiko als Frauen, mittlerweile ist es ausgeglichen)
2. Beeinflussbare Risikofaktoren: Die wichtigsten sind der erhöhte Cholesterinspiegel, Zigarettenrauchen, Bluthochdruck und Diabetes mellitus. Diese werden auch als Risikofaktoren 1. Ordnung bezeichnet. Die Risikofaktoren 2. Ordnung sind Übergewicht, Bewegungsmangel und emotionaler Stress.

Das Herzinfarkt-Risiko erhöht sich bei 2 Risikofaktoren 1. Ordnung um das vierfache, bei 3 Risikofaktoren 1. Ordnung sogar um das zehnfache gegenüber einer Normalperson.
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